10. Dezember

In einer verkehrsberuhigten Straße, direkt neben der Kirche ist das Gemeindezentrum und wie immer vor Weihnachten treffen sich Mütter und Väter mit ihren Kindern, um zu basteln, Plätzchen zu backen oder einfach nur die weihnachtliche Stimmung zu genießen. „Jetzt nur noch die Treppen rauf und wir sind da“ verkündet die Mutter, als sie vor dem Gebäude ankommen.

Vor dem Zimmer ziehen sie ihre Jacken aus, hängen sie an die Haken und begrüßen die übrigen Familien. „Hallo zusammen, wir haben ein paar Plätzchen mit gebracht!“ Mit diesen Worten öffnet Tommy’s Mutter ihre Tasche und holt die Plätzchendose heraus. Dabei ist ihr das gefundene Buch im Weg und deshalb legt sie es auf den Tisch. „Oh, hast du dir das Buch gekauft? Das ist toll, ich habe es letztes Jahr zu Weihnachten gelesen. Und konnte es überhaupt nicht mehr aus den Händen legen!“ Bemerkt Frau Linn, als sie an dem Tisch vorbei kommt und ihre Bastelutensilien abstellt.

„Oh, nein, ich habe es gefunden, mit der Aufforderung es zu lesen. Ich erkläre es dir später, wenn wir basteln. Aber sag mal um was geht es denn?“ „Es geht um den Weihnachtsmann, wie der Weihnachtsmann nach Finnland kam!“ „Na das hört sich gut an, dann wird das meine Bettlektüre, bis zu Weihnachten!“ Nach dem kurzen Plausch geht es aber gleich los mit dem Basteln.

Tommy sitzt neben seiner Mutter und hat die Maus auf dem Tisch vor ihm abgelegt. So kann die Maus wieder alles sehen, was so gebastelt wird. Strohsterne, Fensterbilder aus Transparentpapier oder bunter Baumschmuck.

Der Tag vergeht wie im Fluge, die Kinder basteln oder spielen miteinander. Die Erwachsenen haben sich zusammen gesetzt, tauschen ihre Erfahrungen aus und genießen Kaffee und Plätzchen.

„Hey Marie, warum weinst du denn?“ möchte Tommy von einem kleinen Mädchen von vielleicht 4 Jahren wissen. „Ich hab mir beim Basteln in den Finger geschnitten. Und ich durfte doch nicht die Schere benutzen. Ich brauche ein Pflaster! Schnell eilt Tommy davon und fragt seine Mutter nach einem Pflaster. Das hat sie immer dabei, da Tommy die Angewohnheit hat über etwas zu stolpern und sich zu verletzen. Als er beim Rückweg am Tisch vorbei kommt, sieht er die Maus und hat eine Idee!

 

„Marie, zeig mal deinen Finger!“ Zögerlich reicht Marie ihm ihren Finger und er streift das Pflaster darüber. „So hier hab ich dir noch die Maus mitgebracht! Sie kann dich trösten.“ Tommy reicht Marie die Maus und schon ist ein kleines Lächeln auf Maries Lippen zu sehen. Schnell wischt sich Marie die Tränen weg und reibt den Kopf vom Mäuschen an ihre Wange. Und für den Rest des Tages gibt sie die Maus auch nicht mehr aus den Händen.

 

Als es dunkel wird, machen sich alle ans Aufräumen und schon bald ist die entstandene Unordnung beseitigt. Daraufhin verlassen die Familien die Gemeindehalle. An der Tür merkt Tommy, dass Marie ja noch die Maus hat! „Marie, ich glaube du brauchst die Maus mehr als ich. Ich habe die Maus gefunden und du kannst sie behalten.“ Sie umarmen sich noch mal und schon rufen ihre Mütter nach ihnen.

 

So geht die Maus mit Marie nach Hause.

Die Maus geht wieder auf Reisen....