Schnell geht es mit Cheyenne an den Ständen vorbei. Die Maus steckt zwar im Maul eines Hundes, aber er ist vorsichtig, als wäre sie ein kleiner Welpe. So passiert ihr nichts. Jetzt verlangsamt sie ihren Lauf und bleibt dann auch stehen. Kurz darauf hat Michael sie eingeholt und nimmt die Leine wieder in die Hand. „Cheyenne, du kannst doch nicht einfach davon laufen. Das hast du ja schon lange nicht mehr gemacht!“ tadelt Michael seinen Hund. Cheyenne sitzt jetzt vor ihm und streckt ihm den Kopf entgegen.
"Was hast du denn da?“ fragt er und nimmt die Maus aus ihrem Maul. Verdutzt hält er jetzt die Maus in der Hand und weiß nicht, was er damit anstellen soll.
Dann fällt sein Blick auf eine Box, auf der in großen roten Buchstaben „Spielzeug‑Spendenbox Jugendtreff“ steht. „Ach so, sollen wir das spenden?“ Da Cheyenne keinen Muckser von sich gibt, legt Michael die Maus in die Box und der Hund wendet sich, zum Gehen. Die Maus bleibt inmitten vieler Spielsachen liegen.
Als der Weihnachtsmarkt schließt, wird die Box mit den größeren Spielsachen in einem Lagerraum abgestellt. Dort verbringt die Maus die Nacht!
Die Nacht ist bitter kalt. Was Maus nicht weiß, weil die Lagerhalle keine Fenster hat ist, dass es über Nacht geschneit hat und die ganze Welt mit einer, für die Region hohe Schneedecke überzogen hat. Es ist so viel Schnee gefallen, dass sogar am Morgen die Schulen geschlossen bleiben.
„Doch, ganz sicher. Ich habe dort gestern Abend einen Schlitten gesehen!“ spricht ein etwa 12 jähriger Junge, als er die Tür zum Lagerraum öffnet. „Ja, aber können wir den auch ausleihen?“ möchte ein Mädchen wissen. „Ich gehe und frage Uli unseren Jugendleiter!“ beschließt eine dritte Stimme. Als das Licht angeht, kann die Maus 5 Kinder erkennen. Die alle in dicken Skianzügen stecken und nun die Spielsachen in Augenschein nehmen.
„Kuck Lisa, da steht doch ein Schlitten!“ deutet Maxi über Mäuschens Kopf auf einen Schlitten.
„Wir müssen aber warten, bis Leo wieder kommt! Ich hoffe, dass Uli zustimmt!“ gibt Marvin nochmal zu bedenken. „Jannik, hättest du etwas besser aufgepasst, dann hättest du unseren vorhin nicht kaputt gemacht!“ beschwert sich Lisa bei ihrem Bruder. In dem Moment kommt Leo zurück: „Kein Problem, wir dürfen ihn mitnehmen, aber heute Abend müssen wir ihn wieder hier abstellen.“ Erklärt Leo den Ablauf!
Schnell hat Jannik den Schlitten hinter der Kiste hervor gezerrt. Bleibt natürlich hängen und sammelt so die Maus mit dem Zugseil auf und es sieht so aus als würde die Maus zu dem Schlitten gehören. Die Kinder achten überhaupt nicht darauf. Sie denken nur noch ans Schlittenfahren.
Die Maus geht wieder auf Reisen …