17. Dezember

Als Maus wieder aufwacht, ist ihre Stimmung immer noch getrübt. Sie kann nicht glauben, dass sie Paula und ihre Familie nie wieder sehen wird. Langsam erwacht der Zug wieder zum Leben und fährt zu seiner ersten Fahrt.

Die Maus weiß nicht, dass der Zug immer nur ein und dieselbe Strecke hin und wieder zurück fährt. Gestern ist sie schon mehrmals an Paulas Heimatstadt vorbeigefahren und hat sich nicht so weit von ihr entfernt. Wenn sie Glück hat, schafft sie es vielleicht wieder zurück.

Es ist Samstag und der Zug wird richtig voll. Alle wollen einkaufen, einen Ausflug machen oder einfach nur einen Weihnachtsmarkt besuchen. So sieht die Maus die verschiedensten Gruppen, meist dick eingepackt mit dicken Winterschuhen, Schal, Mütze und Handschuhe mit dem Zug fahren.

Am späten Nachmittag kommen mehrere Jungen und Mädchen aufgeregt und ausgelassen in den Zug. Hinter ihnen sind ihre Eltern, die sogar stehen müssen und keinen Sitzplatz mehr haben. Sie fahren aber nicht weit, so ist das kein Problem.

„Hey, seht mal was ich gefunden habe!“ ruft Daniel den anderen zu. Schnell macht die Maus ihr Runde zwischen den Kindern. Maus wird es ganz schwindlig, als sie ständig durch die Luft geworfen wird. Es macht den Kindern so viel Spaß mit der Maus quer durch den Zug zu werfen, dass sie, als sie aussteigen, damit nicht aufhören.

Mittlerweile ist es dunkle geworden und der ganze Ort ist weihnachtlich geschmückt. Tannenbäumchen am Gehweg, Lichtergirlanden über der Straße.

Sie sind an einem kleinen beschaulichen Ort ausgestiegen. Und schnell haben sie die Straße hinter sich gelassen. Dann kommen sie zu einem Tor, der zu einem Park führt. In diesem Park sind viele kleine Hütten aufgebaut, in denen Handwerkszeug, Kerzen und alles was man zu Weihnachten braucht verkauft wird. Die Jungen und Mädchen müssen jetzt bei ihren Eltern bleiben, da sehr viele Menschen unterwegs sind und sie Angst haben, sie würden sich verlieren. Daniel hält die Maus immer noch in der Hand und weiß nicht so recht, was er mit ihr machen soll. Einfach fallen lassen möchte er nicht. Als er an einem Stand zu einem kleinen Stau kommt, nutzt er die Gelegenheit und legt die Maus einfach in die Auslage. Nun sieht die Maus auch einen Weihnachtsmarkt.

Ein Kinderchor singt in der Ferne Weihnachtslieder und Zimtduft dringt an Mäuschens Nase. Durch die friedliche Stimmung geht es der Maus auch etwas besser. Sie wird wohl hier auf dem Weihnachtsmarkt die Nacht verbringen.