Kurz nach dem Marktplatz erreicht Iris das Bekleidungsgeschäft und tritt schnell ein.
„Hallo Frau Merz, ich komme mit Ihren bestellten Eiern.“ Grüßt Iris die Verkäuferin. „Oh, das ist aber toll! Ich hole mein Geld und bin gleich wieder da.“ Mit diesen Worten verschwindet Frau Merz in einem Hinterzimmer. Kurz darauf ist sie mit ihrem Geldbeutel zurück. Iris hat ihre Handtasche an der Kasse auf den Rand eines Wühltisches abgestellt und dabei lösen sich die Griffe, geben den Ärmel von Maus wieder frei und die fällt geradewegs in die Socken.
Frau Merz hat schnell die Eier bezahlt und nachdem Iris ihr Geld wieder in der Tasche verstaut hat, macht sie sich auf etwas zum Essen zu kaufen und verlässt den Laden.
Jetzt liegt die Maus kuschelig weich in vielen bunten Socken, große und klein mit bunten Comic-Figuren oder einfach mit Streifen. Frau Merz geht gleich wieder zur Arbeit. Packt die neue Kleidung aus, hängt sie auf die Bügel und später dann an die entsprechenden Stangen. Im Moment ist Wolle angesagt.
Dicke warme Pullover, Strickkleider mit Wollstrumpfhosen und einfach breite Schals, die man dick um den Hals wickelt. Das alles gibt es in dem Geschäft und es dauert nicht lange, bis ein paar Kundinnen herein kommen und sich über die neue Ware her machen.
Schnell sind sie auch mit ein paar Teilen in der Umkleide verschwunden und zeigen sich gegenseitig, wie ihnen die Sachen stehen.
Ab und zu wird Frau Merz nach ihrem fachkundigen Rat gefragt und sie hilft gerne, ob die gewünschten Teile der Person auch stehen oder wie man die Kleidung besser kombinieren kann. Sie macht ihre Arbeit gerne, das merken die Kunden und deshalb kommen sie gerne in dem kleinen Laden einkaufen.
Jetzt, wo es so richtig kalt geworden ist, hat sie viel Kundschaft, die sich mit warmen Sachen eindecken. So auch eine Mutter mit ihrer etwa 14 Jährigen Tochter. Diese möchte natürlich viel lieber etwas hippes, modisches Anziehen. Nicht etwas, was warm hält! Das ist ja nicht so cool. So beginnt eine Diskussion von Mutter und Tochter. Sie können sich einfach auf keine Kleidung einigen.
Dann bietet Frau Merz an, mal etwas raus zu suchen. „Ich glaube, das gefällt mir nicht. Die Wolle kratzt doch bestimmt!“ gibt die Tochter zurück. „Ach Daniela, zieh es doch wenigstens mal an!“ fordert ihre Mutter sie noch mal auf. Wiederwillig schleppt sich Daniela zu den Umkleidekabinen und verschwindet hinter dem Vorhang.
Nach einer gefühlten Ewigkeit erscheint Daniela vor dem Spiegel. Dreht sich ungläubig um die eigene Achse. „Das sieht ja gar nicht so schlecht aus!“ stellt sie verblüfft fest. „Na siehst du, mir gefällt es auch!“ stimmt die Mutter zu. „Ja und sie können auf den langen Pullover auch einen Gürtel anziehen und am besten ein paar warme Stiefel!“ Fügt Frau Merz noch hinzu.
Nachdem sich Daniela wieder umgezogen hat, geht es zur Kasse. Frau Merz registriert die Ware und packt sie in eine Tüte. Nachdem die Mutter bezahlt hat, verlassen sie den Laden und haben nicht gemerkt, dass die Maus während sie bezahlt haben und Daniela gedankenverloren in den Socken gewühlt hat sich an einem Klettverschluss an der Jacke verheddert hat. Wenn Daniela jetzt wüsste, dass die Maus an ihrer Jacke klebt, wäre ihr das sicherlich peinlich. Es ist ja sooo uncool!
Die Maus geht wieder auf Reisen....