„Komm Anika, Papa und Patrik warten bestimmt schon!“ Nach wenigen Schritten stehen sie vor einem Fotogeschäft, vor dem Anikas Vater und Bruder tatsächlich schon warten. „Jetzt können wir ja rein gehen. Die Bilder werden bestimmt toll!“ grüßt der Vater und öffnet die Ladentür. Der Fotograf wartet schon: „Sie sind bestimmt Familie Albrecht!“
Nach einer kurzen Begrüßung führt der Fotograf sie in sein Atelier. Dort ist alles schon für eine Fotosession vorbereitet.
Vor einer Leinwand sind weiße Schirme aufgestellt, die irgendwie ein gutes Licht machen. In der Mitte ist eine Kamera auf einem Stativ aufgebaut. Schnell hat die Assistentin des Fotografen ein paar Polster zum Setzen hervor geholt und Familie Albrecht nimmt darauf Platz. Nach einigem arrangieren, sitzt die Familie perfekt. Hinten Mutter und Vater, davor Patrick und neben ihm seine Schwester Anika um die er seinen Arm gelegt hat. Anika hält die Maus im Arm und grinst in die Kamera, wie der Fotograf fordert. Dieser knipst gleich los. Arrangiert sie noch mal um und das knipsen nimmt gar kein Ende.
Es dauert schon eine Weile, bis der Fotograf zu Frieden ist, aber Familie Albrecht vertraut ihm und wartet geduldig, schließlich wollen sie die Bilder zu Weihnachten an die Großeltern verschenken. Endlich sind sie fertig
Beim Jacke anziehen nimmt Anika’s Vater, mit den Worten:“ Das gehört dem Fotografen!“, ihr die Maus aus der Hand und legt es in eine Kiste in der, der Fotograf Requisiten (Gegenstände) gesammelt hat. „Aber Papa, das habe ich doch ...! versucht Anika zu protestieren, aber sie kann ihm nicht erklären, dass sie die Maus aus der Bücherei hat. Denn ihr Vater hat sie schon aus dem Atelier geschoben und sie stehen wieder auf der Straße.
Maus liegt schon wieder in einer Kiste mit den verschiedensten Sachen.
Den ganzen Tag kann die Maus die Menschen kommen und gehen sehen. Manche alleine, die dann mit sehr ernster Miene fotografiert werden. Andere kommen als Familien, lassen sich alleine und gemeinsam fotografieren. Und immer wenn Kinder dabei sind und sie sich etwas aus der Kiste mit Requisiten etwas nehmen dürfen, nehmen sie die Maus. So ist sie auf sehr vielen Familienfotos verewigt. „Vielleicht sieht mich Paula ja mal bei einer Freundin.“ Denkt die Maus so bei sich als sie ganz erschöpft wieder in der Kiste liegt.
An diesem Tag war sie von so vielen Kindern umarmt worden, aber so wohl, wie bei Paula hatte sie sich nicht gefühlt.
„So Herr Schuhmann, ich gehe jetzt nach Hause!“ verkündet Alexandra, die Assistentin des Fotografen, nachdem sie das Atelier aufgeräumt hat. „Ja, kein Problem! Können sie grade noch den Schal in die Kiste mit den Requisiten legen?“ gibt ihr Chef noch eine letzte Aufgabe. Alexandra hat schon ihre Jacke angezogen nimmt den Schal und bringt ihn in die Kiste. Danach wirft sie sich ihre Tasche um Hals und Schulter, dabei bleibt die Maus am Klettverschluss der Tasche hängen und schwebt so mit Alexandra aus dem Fotoladen.
Die Maus geht wieder auf Reisen...